LITERATUR ZUM THEMA HUND
Soviel Literatur zum Hund...
Aldington liefert ein umfangreiches Wissen über die Hintergründe des Lernens. Ich bin Hundetrainerin, und Aldington gehört für mich einfach in meine Fachbibliothek.
Aldington schreibt nicht nur für den "allgemeinen" Hundebesitzer, sondern auch für Fachinteressierte. Ich würde seine Reihe nahezu als Lehrbücher beschreiben. "Die Seele des Hundes", sowie "Was mache ich nur mit diesem Hund" liefern noch eingehendere Kenntnisse über die Zusammenhänge der Psyche mit der Physis, bieten Erklärungen für Verhaltensweisen und rücken sog. "Fehlverhalten" in ein Licht, welches den Hund, von allen Seiten beleuchtet, für den Menschen verständlicher macht.
Ich persönlich halte Aldington in meiner Sammlung für unverzichtbar.
Speziell dieses Buch erklärt, allerdings ohne lange Ausführungen(wer Zusammenhänge richtig erfassen will solte "Die Seele des Hundes" unbedingt auch lesen, oder sogar zuerst...), wie man seinen Hund richtig in sein neues Leben mit seiner neuen Familie einführt, ihn umgänglich mit seiner Umwelt macht, und wie man zu einem zuverlässigen Begleiter kommt.
Es gibt so viel Literatur zum Thema Hundeerziehung, soviele Ratschläge und Varianten, daß es im Kopf manchmal summen müßte. Ich rate Jedem angehenden Hundebesitzer, sich an Aldington zu halten, der fundiertes Fachwissen mit wirklich guten grundlegenden Aufgaben verbindet.Er geht fachlich weiter als alle diese "Hobby Hund"-Bücher, die neben oft auch falschen Ansätzen häufig keine Erklärungen zu den tieferen Zusammenhängen des Lernens an sich geben.
Z.B. wird eher selten erwähnt, daß ein Hund nur 1-2 sec. Zeit hat, um sein Handeln mit einer nach sich ziehenden Wirkung zu verknüpfen.
Aldington propagiert keine Hundeflüsterei, sondern sagt klar, an welchen Stellen wir uns konsequent und auch mal unerbittlich zeigen müssen. Er wettert nicht gegen den Leinenruck, aber gegen Stachelhalsbänder.
Als Hundetrainer weiß ich, daß das A und O der Hundehaltung vor Allem darin besteht,sich dem Hund ÜBERZEUGEND als Leitfigur zu präsentieren, und dazu gehört viel mehr, als ihm das Sitzen oder Liegen anzudressieren.Und darüber reichen viele Bücher einfach nicht hinaus.
Aber Aldington !
MICH hat er überzeugt. Und viele meiner Kollegen auch.
Seine Bücher sind Perlen unter den Hundebüchern.
SEHR zu empfehlen.
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weitere Bücher
nun, es gäbe da noch weitere sehr gute Bücher, auch für den Laien verständlich:
als erstes, um ENDLICH mit dieser blödsinningen Theorie aufzuräumen, dass ein Mensch und ein Hund ein Rudel bilden (können), (man lese bitte mal die Definition von Rudel)
Anders Hallgren - "das Alphasyndrom" und in diesem Zusammenhang auch gleich "Dominanz- Tatsache oder fixe Idee" von Bayye Eaton..... vielleicht hören die Leute dann endlcih auf, ihre Hunde zu unterdrücken und lernen wie man richtig mit ihnen Kommunizieren kann !
sehr schön auch Jean Donaldson für alle die gerne wissen möchten WIE ein Hund überhaupt lernt
Jean Donaldsen - "Hunde sind anders, Menschen auch"
"Das andere Ende der Leine" von Patricia McConnel sollter eigentlich zur Grundlektüre gehören, ebenso "die Welt in seinem Kopf" von D. Scheider, welches auch von Kindern und Jugendlichen zu verstehen ist.....
Turid Rugaas hat mit "Calming Signal" Grundsteine gesetzt und dieses Buch ist für mich ein MUSS für jeden Hundefreund !
Wer mit seinem Hund arbeiten möchte, dürfte auch in "Alter Angeber" von McConnel fündig werden.....
nicht erwähnt werden muss wohl, dass Tricksen, Clicker, Marker und Co nicht nur gut für Hunde ist ! Literratur hierzu ist im Überfluss vorhanden !
Wir bilden kein Rudel mit dem Hund ?!
Also zu dem Rudel-Kommentar muß ich aber auch noch etwas sagen:
Es ist zwar richtig, daß WIR tatsächlich kein Rudel mit dem Hund bilden, aber es ist nun mal so, daß der Hund eine Ersatzstruktur dafür bei uns sucht. Es liegt ihm nun mal, sich in ein soziales Gefüge einzugliedern. Und es ist ein Grundbedürfnis eines Hundes, einen festen Platz und (notfalls Pseudo-)Aufgaben zu finden, die ihm das Gefühl geben, dazu zu gehören.
Ich sage nicht, daß man den Hund unterdrücken soll oder muß, wohl aber ist er dankbar für eine klare Linie, die besser wir ihm vorgeben, als daß er sie sich selber sucht-da nämlich kommen die ganzen Verhaltensauffälligkeiten her; der Hund sucht sich Ersatzhandlungen, wenn ihm keiner Aufgaben vorgibt oder deutlich abnimmt. So z.B. entsteht es , wenn ein Hund jeden Besuch ewig verbellt. Er nimmt sich der Sache an, die er nicht genug abgedeckt sieht. Er übernimmt die Aufgabe DAS RUDEL zu schützen, welches er in seiner Familie erkennt, WEIL der / die Besitzer sich hier nicht entsprechend verhalten, dem Hund nicht das Gefühl vermitteln, daß diese Aufgabe bereits in guten Händen liegt.
Das Grundbedürfnis, sich einzuordnen ist unbestreitbar. Ich muß aber meinen Hund nicht unterdrücken, um ihm vorzuleben, wer hier welche Aufgaben hat.
Dominieren hat auch nichts mit Unterdrückung zu tun. EIGENTLICH zumindest nicht.
1.00000000000000000000000 Kinder werden von ihren Eltern dominiert. Die alle werden aber nicht deshalb unterdrückt. Es geht hier nicht um Machtspielchen und die Rolle "des Bestimmers", es geht um eine Führung, die durchaus eine sanfte sein kann(manchmal reicht das aber nicht ganz aus, man muß deutlicher werden). Führung im Sinne von Anleiten, unterweisen usw.
Auch ein Chef im Büro "führt", aber unterdrückt nicht(sollte es nicht).
Es ist mir ein Bedürfnis das aufzuklären: WIR leben nicht im Rudel mit dem Hund. Aber in/an unserer Familie nimmt der Hund Ersatzhandlungen vor, die auf seine natürliche Beschaffenheit zurückzuführen sind, er wertet uns als Eratz für ein Rudel.
Wer das nicht berücksichtigt, tut seinem Hund nichts Gutes, denn der lebt sonst verdammt in KoExistenz mit einer ihm (vielleicht nicht ganz fremden) Spezies.Unser Zusammenleben und die Zusammenarbeit wird leichter, wenn wir berücksichtigen, daß der Hund nicht nur als Begleiter oder Zusatz neben uns lebt, sondern als ein Teil von uns. Wir nehmen ihn in die Mitte auf und....ja...bilden eine Gemeinschaft. Rudel genannt in der "Hundesprache".
Und die fixe Idee von der Dominanz hat schon vielen Hunden das Leben schwer gemacht. Aber die Nichtbeachtung dessen, daß ein Hund durchaus Dominanz mitbringen,entwickeln, zeigen und sich darin steigern kann, hat schon so mnachen Besitzer in die Verzweiflung getrieben. Auch hier-geht es nicht um Unterdrückung, sondern Führung.
In diesem Punkt jedoch stimme ich zu: Es hapert immer an der Kommunikation. Wenn Mensch sich mal darauf einrichten würde, wie Hund tickt, dann liefe das Zusammensein besser!
"Calming Signals" ist-nebenbei bemerkt- in Fachkreisen übrigends ein sehr umstrittenes Buch. Sehr eindrucksvoll werden hier unterschiedliche Körperhaltungen erläuert, aber es gibt Stimmen, die Manches für nicht ganz richtig interpretiert halten. Aber da halte ich mich an dieser Stelle zurück, denn ich selber habe es noch nicht gelesen,ich kenne nur die Diskussionen darüber aus Runden mit Hundetrainern, die sich darüber austauschen, das muß ich zugestehen.
Mit dem Aldington wollte ich eben mal jemanden vorstellen, der nicht auf der Welle in Mode gekommener Hundebücher mitgerissen wird.