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Ein sehr schönes Beispiel ,

Ein sehr schönes Beispiel , welches ich gleich nochmal nutzen will, um zu versuchen,die Denke unserer Hunde deutlich zu machen. Wir dürfen nicht nach unserern Kriterien das Verhalten der Hunde bewerten. Was heißt denn genau „Gewissen haben“-das setzt ein moralisches/ethisches Denken oder Empfinden voraus. Ein Bewerten des eigenen Handels, gemessen an der Vorstellung dessen, wie gehandelt werden sollte.
Es hat aber mit moralischen Verwerfungen nichts zu tun, wenn der Hund seiner Gier nachgeht, einen Eimer auszuräubern, oder so damit Frust kompensiert, oder Langeweile, was auch immer.
Nein. Ihm ist der Eimer egal, oder die Küche. Ihm ist auch egal, was wir dabei empfinden, wenn wir den Dreck wegmachen müssen. Eigentlich. Egal ist es ihm nicht, wenn er gelernt hat, dass unsere miese Stimmung zu seinen Unbehagen beiträgt.Das widerspräche dem natürlichen Drang des Hundes, stets die Harmonie ihm Rudel aufrecht zu erhalten.
Möglich, dass ein Hund, sicher sogar, durch das Wiederholungsprinzip gelernt hat, dass der ausgeräumte Eimer zu Deiner Missgunst führt. Sicher ist er in der Lage, den Dreck mit der Folge zu Verknüpfen. Und er versucht zu beschwichtigen, noch bevor DIR das auch deutlich wird, sprich, Du den Eimer überhaupt entdeckt hast. Kimba beschwichtigt Dich, weil sie nicht in Deine Ungunst fallen will, weil sie gelernt hat, dass der Dreck in der Küche dazu führt, dass es Ärger gibt. Dein Verhalten, auch wenn es erst später einsetzt, unterliegt einer Methodik, die ein Hund auch durchschauen kann.
Trotzdem weiß Kimba im Moment des Plünderns nicht, dass sie jetzt, mit ihrem Handeln, Deinen Ärger auf sich zieht. Sie hat kein Unrechtsempfinden, kein schlechtes Gewissen.Und nebenbei-auch wenns weh tut- Hunde sind auch einfach zu blöd, soweit voraus zu denken, sich eine mögliche Zukunft vorzustellen ist für sie zu abstrakt.
Hat man einen Hund mehrmals bei Irgendwas überrascht, dann wird er vorsichtig. Er zögert, oder lässt „es“ irgendwann ganz. Weil er gelernt hat, dass sein Handeln einen Effekt nach sich zieht, nicht weil er Gewissensbisse dabei hat.
Kimba legt eine erlernte Vorsicht an den Tag, weil sie im Gefühl hat, dass das, was da angerichtet ist, zu Ärger führen kann. Man spricht auch-so habe ich es gelernt-von einer so genannten „herbeigeführten Veränderung am bestehenden Gefüge“. Z.B. kann es auch sein, dass die Hunde durch irgendwelchen Quatsch einen Hocker umwerfen. Das knallt, der nimmt vielleicht noch irgendwas mit, das klötert durch die Gegend.
Das hier angerichtete bleibt sichtbar. Du kommst nach Hause und findest gar nicht so schlimm, den Hocker wieder hinzustellen, aber die Hunde hatten bis zu diesem auflösenden Moment den gleichen Stress, als wenn der Eimer geplündert ist. Sie zeigen beschwichtigendes Verhalten. Weil sie durch vorherige Erfahrungen gelernt haben, dass es so am Besten ist, wenn akute Veränderung eingetreten ist. Leider können unsere Lieben nicht soweit denken, dass sie das Chaos Verknüpfen mit ihrem eigenen Handeln. Ein Beispiel, Klassiker:
Der Welpe soll stubenrein werden. Da ist ein Haufen. Den hat er vor 5 min. gemacht. Dann kommt der Menschun und findet den Haufen, führt Hund hin und schimpft, deutet darauf, im schlimmsten Fall; Nase rein. Der Welpe, wenn er muß und kackt, der weiß nicht, dass er den Ärger vermeiden könnte. Jetzt bestimmt ihn der Gedanke, dass er muß. Er macht und geht seines Weges. Nach 10 min. kommt er am Haufen vorbei. Der Mensch rennt hier auch irgendwo rum. Beides zusammen gibt Stress. Der Mensch kommt, die Vorstellung der Schimpfe schwebt über Hundi (was keiner Voraussicht in die Zukunft entspricht, sondern auf eine Erfahrung, eine Verknüpfung zurückgeht), der wedelt schüchtern und legt die Ohren an. Mensch sieht es,und sagt sich, da sei doch was im Busch. Und tatsächlich: Da ist ein Haufen ! Der Hund hat sich geduckt, bevor er den Haufen fand. Der Mensch denkt, er hatte ein schlechtes Gewissen, also wisse er doch ganz genau, dass er nicht reinmachen soll. Der Mensch wird vielleicht laut, wie immer, die Erwartuingen des Hundes erfüllen sich, und er wird, erlernt, in ein Beschwichtigunsverhalten verfallen, sobald er einen Haufen vorfindet. Eine Ärger-Vermeidungstaktik. Verstanden hat er nicht, was wir wollen, wir sind nur ein Stück weit unbegreiflicher für ihn geworden,wenn auch berechenbar, vielleicht ist dieser Hund fortan verunsichert, wir haben evtl. sein Vertrauen zu uns erschüttert.
Fazit: Wohl kann ein Hund Umstände verknüpfen mit unseren Reaktionen. Aber leider ist er zu blöd, um zu wissen, dass er selbst das hätte vermeiden können. Und wenn wir ihn 10 mal in flagranti erwischen, dann meidet er das Plündern nur, weil er nun seine Handlung zwar selbst mit dem Effekt (Schimpfe, fliegendes Kissen, Wasserspritzer etc.) in Verbindung bringt, er vermeidet wieder. Aber hat noch laaaange kein schlechtes Gewissen.
Nun wirst Du sagen; ja aber nur Kimba ist dann so, die Anderen nicht. Da halte ich gegen, dass ich glaube, wenn Indy mitplündern würde, sie dass nicht durch ihr Verhalten anzeigen würde. Es trifft nicht auf jeden Hund gleichermaßen zu, wie er sich verhält Klingt doof, aber anders gesagt- Indy wäre es egal, wie du draufkommst, wenn Müll am Boden liegt. Vielleicht, weil sie diesbezüglich noch keine Lernerfahrungen gemacht hat. Sie beobachtet zwar Dein Verhalten Kimba gegenüber, aber es betraf sie nicht. Und Einige haben auch ein dickeres Fell als Andere. Manche sind empfänglicher für Stimmungnen, manche haben ein ausgeprägteres Harmoniebedürfnis, wollen gar nie dass der Haussegen schief hangt, manchen geht’s ...vorbei.
Vielleicht geht es hier nur um Worte.Ich glaube, wir verstehen uns schon richtig.Es ist ja nur so: Wer sagt DER hat ´n schlechte Gewissen, setzt voraus, der Hund kennt seine Fehler. Was dazu führt zu glauben, man müsse ihm seine Fehler ja gar nicht mehr aufweisen-er weiß ja Bescheid! Das verführt zu dem Gedanke/Entschluß, mann könne ja nichts mehr machen. Aber in Wirklichkeit bräuchte der Hund in dieser Hinsicht nur ein paar Tips, wenn man so will.

Ich ließe mich darauf ein zu sagen; ja; ein Hund weiß, dass gewisse Dinge schlicht schlecht für ihn sind….Sozusagen ein Wissen um Schlechtes….
Ich hoffe, ich konnte hiermit gut erklären, wie die Denke im Fall „schlechtes Gewissen“ ausgerichtet ist Vielen Dank jedenfalls für deine lobenden Worte ….freut mich…...

Abschließend will ich nochmal auf G.Bloch zurückgreifen, der uns so schön darauf hingewiesen hat, daß das, was den Hund domestiziert hat schließlich jener Umstand war, daß er gelernt hat, wie er uns Essen abluchsen kann. Hunde sind geborene Diebe. Das muß man erst mal rauskriegen. In diesem Sinne....

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