Verfasst von Leia Skywalker am Sa, 09/01/2010 - 10:52.
Silvester /Hund und Pille
Ich muß unbedingt hier meine jüngste Erfahrung anbringen, denn ich hoffe damit vielen weiteren Tieren damit einen Gefallen tun zu können.
Zu diesem Jahreswechsel habe ich ein Medikament ausprobiert, welches aus der Humanmedizin kommt. Es handelt sich um Alprazolam.
Das ist ein Neuroleptikum, welches seinen Einsatz bei depressiven Patienten und Panikattacken findet. Es ist wichtig zu wissen, dass dieses Medikament süchtig machen kann und unbedingt nur mit Absprache eines Tierarztes genutzt werden sollte. Hunde mit starken Nierenproblemen könnten damit Schwierigkeiten haben, und bei längerer Anwendung kann es nach Absetzen zu Angstzuständen führen.
Ich male hier gleich den Teufel an die Wand, weil ich unbedingt vermeiden will, dass auf meine Empfehlung bedenkenlos damit umgegangen wird.
A.wird mittlerweile auch von Tiertherapeuten genutzt, um Angst- oder Aggressionsverhalten damit zu behandeln. Hier wird es eingesetzt, um dem Tier die Möglichkeit einzuräumen, Erfahrungen zu machen, die sein Verhalten nachhaltig ändern können, Erfahrungen zu denen es womöglich nicht käme, da eine zu große Blockade existiert.
Dies ist aber jetzt ein anderes Thema, wer mehr dazu wissen will, kann mich gerne kontaktieren.
Weshalb ich mich für Alprazolam entschieden habe ist, dass der Hund (oder Katze, etc.) NICHT sediert ist, körperlich völlig unbeeinträchtigt bleibt (lediglich eine Schläfrigkeit kann eintreten, doch das ist nicht zu vergleichen mit der körperlichen Schlappheit, wie bei z.B.Valium und Konsorten. Dazu habe ich bereits im Vor-Artikel zu Silvester geschrieben), sondern das Tier bleibt fit. Das ist besonders toll für ältere Tiere und jene mit herzproblemen. ausserdem kann man sich bis hin zur MIT DEM TIERARZT BESPROCHENEN HÖCHSTDOSIERUNG) langsam herantasten. Mit kleinen Mengen beginnen und dann nachschlagen, wenn die Wirkung nicht einsetzt. Die Wirkung setzt relativ schnell ein, daher kann man das eigentlich ganz gut beurteilen. Das hat auch den Vorteil ,dass dieses Mittel unmittelbar anwendbar ist, also, dann, wenn es gebraucht wird, man muß nicht Stunden vorher das Tier darauf einstellen.
Wer schon ein zwei Tage vor Silvester damit beginnen will, sollte sich langsam herantasten, und was ganz wichtig ist: Bei der Gabe über mehrere Tage langsam die Dosierung abbauen, damit es nicht zu Entzugserscheinungen kommen kann.
Wer in Foren nachforscht, wird Beispiele von Tieren finden, bei denen das geschehen ist. Aber ALLE haben gemeinsam, dass sie über einen längeren Zeitraum mit A.versorgt wurden.
Des Weiteren kann es dazu führen, dass Katzen sich extrem schmusig, Hunde sehr verspielt zeigen, letztere gehorchen dann eventuell auch schlechter, die Tiere sind eben einfach etwas bedödelt, in lustiger oder netter Stimmung, aber nicht völlig stoned…
Soviel zu den Hinweisen. Nun zu meinem Fall: Ich habe drei Hunde; Jerry, der unter extremen Angstzuständen leidet, mit dem ersten Anzeichen von Silvester geht es los- Sabbern, Hecheln, Herzrasen, wildes Kratzen am Boden, Jaulen, einfach alles eben.
Leia, die mit Angst, aber nicht einer solchen Panik reagiert, sich verkriecht, zittert und manchmal leise jammert. Lando, der hier nicht zur Sache tut, weil dem das alles zum Glück vollkommen egal ist. Der ginge auch um zwölfe raus, wenn ich ihn ließe…
Jerry ist nicht wirklich mein Hund, der war in Altona, mit seinem Söhnchen Jackopo, der ähnlich wie Leia reagiert.
Jerry hat nachmittags und nachts je eine Hälfte seiner Körpergewicht-Tagesdosierung bekommen, Jacko ebenso. Leia hat die Hälfte ihrer Tagesdosis verteilt, also zweimal ein viertel der Menge bekommen. Lando bekam nichts.
Jerry hat sich – und in der Innenstadt war die Hölle los- ganz entspannt, aber nicht „platt“ gegeben, Jacko kam um halb zwölf mit seinem Spielzeug an.
Leia kam zwischendurch mal gucken, blieb aber hauptsächlich etwas dösig in ihrer Box.
Alle Drei haben weder angstvoll auf die Knaller reagiert, wohl mal gelauscht, noch haben sie irgendwelches, ungewöhnliches Verhalten gezeigt. Sie waren entspannt und guter Dinge
Leia ging wohl in ihre Kiste, weil es ihr nicht passte, wenn es knallte, aber sie drehte sich furchtlos um und hastete nicht davon. Sie stand da, lauschte, und legte sich eben lieber hin. Immer wenn ich nach ihr sah, lag sie ganz entspannt da. Sie mochte das da draussen nicht, das war deutlich- aber Angst ? Keine Spur.
Keine der insgesamt 8 Flanken zitterte, keine Nase triefte, alles war super. Die Hunde hatten am nächsten Tag keine motorischen Probleme, noch hat sich ein ungewöhnliches Verhalten in den Tagen danach gezeigt.
Ich finde es nicht schlimm, meinen Hunden einmal im Jahr Pillen zu geben, wenn ich bedenke, was ich ihnen damit erspare. Nach dieser Erfahrung werde ich es nie wieder anders machen, als wie in diesem Jahr !!
Ich habe mich sehr skeptisch auf dieses „Experiment“ eingelassen, denn ich habe noch nie einen Hund erlebt, der so panisch ist, wie unser Jerry. Und ich habe nicht geglaubt, dass es klappt. Ich habe aber auch geschworen, wenn DAS funktioniert, werde ich es in alle Richtungen weitergeben.
Das habe ich hiermit getan.
Ich rufe regelrecht auf, es damit zu probieren ( Wer extrem ängstliche Hunde hat, kann es z.B. bei starkem Gewitter mal testen, um erste Erfahrungen damit zu machen). Aber ich mahne gleichzeitig und abschließend noch mal zu umsichtigen Umgang damit -es ist kein Heilmittel, Angst kann man nicht heilen, das kann man nur therapieren ! Und ein bisschen Angst kann ein Tier auch mal ertragen, also nicht zu jeder Gelegenheit zu den Dingern greifen…
Hund (Katze) und Silvester zum Zweiten.....
Silvester /Hund und Pille
Ich muß unbedingt hier meine jüngste Erfahrung anbringen, denn ich hoffe damit vielen weiteren Tieren damit einen Gefallen tun zu können.
Zu diesem Jahreswechsel habe ich ein Medikament ausprobiert, welches aus der Humanmedizin kommt. Es handelt sich um Alprazolam.
Das ist ein Neuroleptikum, welches seinen Einsatz bei depressiven Patienten und Panikattacken findet. Es ist wichtig zu wissen, dass dieses Medikament süchtig machen kann und unbedingt nur mit Absprache eines Tierarztes genutzt werden sollte. Hunde mit starken Nierenproblemen könnten damit Schwierigkeiten haben, und bei längerer Anwendung kann es nach Absetzen zu Angstzuständen führen.
Ich male hier gleich den Teufel an die Wand, weil ich unbedingt vermeiden will, dass auf meine Empfehlung bedenkenlos damit umgegangen wird.
A.wird mittlerweile auch von Tiertherapeuten genutzt, um Angst- oder Aggressionsverhalten damit zu behandeln. Hier wird es eingesetzt, um dem Tier die Möglichkeit einzuräumen, Erfahrungen zu machen, die sein Verhalten nachhaltig ändern können, Erfahrungen zu denen es womöglich nicht käme, da eine zu große Blockade existiert.
Dies ist aber jetzt ein anderes Thema, wer mehr dazu wissen will, kann mich gerne kontaktieren.
Weshalb ich mich für Alprazolam entschieden habe ist, dass der Hund (oder Katze, etc.) NICHT sediert ist, körperlich völlig unbeeinträchtigt bleibt (lediglich eine Schläfrigkeit kann eintreten, doch das ist nicht zu vergleichen mit der körperlichen Schlappheit, wie bei z.B.Valium und Konsorten. Dazu habe ich bereits im Vor-Artikel zu Silvester geschrieben), sondern das Tier bleibt fit. Das ist besonders toll für ältere Tiere und jene mit herzproblemen. ausserdem kann man sich bis hin zur MIT DEM TIERARZT BESPROCHENEN HÖCHSTDOSIERUNG) langsam herantasten. Mit kleinen Mengen beginnen und dann nachschlagen, wenn die Wirkung nicht einsetzt. Die Wirkung setzt relativ schnell ein, daher kann man das eigentlich ganz gut beurteilen. Das hat auch den Vorteil ,dass dieses Mittel unmittelbar anwendbar ist, also, dann, wenn es gebraucht wird, man muß nicht Stunden vorher das Tier darauf einstellen.
Wer schon ein zwei Tage vor Silvester damit beginnen will, sollte sich langsam herantasten, und was ganz wichtig ist: Bei der Gabe über mehrere Tage langsam die Dosierung abbauen, damit es nicht zu Entzugserscheinungen kommen kann.
Wer in Foren nachforscht, wird Beispiele von Tieren finden, bei denen das geschehen ist. Aber ALLE haben gemeinsam, dass sie über einen längeren Zeitraum mit A.versorgt wurden.
Des Weiteren kann es dazu führen, dass Katzen sich extrem schmusig, Hunde sehr verspielt zeigen, letztere gehorchen dann eventuell auch schlechter, die Tiere sind eben einfach etwas bedödelt, in lustiger oder netter Stimmung, aber nicht völlig stoned…
Soviel zu den Hinweisen. Nun zu meinem Fall: Ich habe drei Hunde; Jerry, der unter extremen Angstzuständen leidet, mit dem ersten Anzeichen von Silvester geht es los- Sabbern, Hecheln, Herzrasen, wildes Kratzen am Boden, Jaulen, einfach alles eben.
Leia, die mit Angst, aber nicht einer solchen Panik reagiert, sich verkriecht, zittert und manchmal leise jammert. Lando, der hier nicht zur Sache tut, weil dem das alles zum Glück vollkommen egal ist. Der ginge auch um zwölfe raus, wenn ich ihn ließe…
Jerry ist nicht wirklich mein Hund, der war in Altona, mit seinem Söhnchen Jackopo, der ähnlich wie Leia reagiert.
Jerry hat nachmittags und nachts je eine Hälfte seiner Körpergewicht-Tagesdosierung bekommen, Jacko ebenso. Leia hat die Hälfte ihrer Tagesdosis verteilt, also zweimal ein viertel der Menge bekommen. Lando bekam nichts.
Jerry hat sich – und in der Innenstadt war die Hölle los- ganz entspannt, aber nicht „platt“ gegeben, Jacko kam um halb zwölf mit seinem Spielzeug an.
Leia kam zwischendurch mal gucken, blieb aber hauptsächlich etwas dösig in ihrer Box.
Alle Drei haben weder angstvoll auf die Knaller reagiert, wohl mal gelauscht, noch haben sie irgendwelches, ungewöhnliches Verhalten gezeigt. Sie waren entspannt und guter Dinge
Leia ging wohl in ihre Kiste, weil es ihr nicht passte, wenn es knallte, aber sie drehte sich furchtlos um und hastete nicht davon. Sie stand da, lauschte, und legte sich eben lieber hin. Immer wenn ich nach ihr sah, lag sie ganz entspannt da. Sie mochte das da draussen nicht, das war deutlich- aber Angst ? Keine Spur.
Keine der insgesamt 8 Flanken zitterte, keine Nase triefte, alles war super. Die Hunde hatten am nächsten Tag keine motorischen Probleme, noch hat sich ein ungewöhnliches Verhalten in den Tagen danach gezeigt.
Ich finde es nicht schlimm, meinen Hunden einmal im Jahr Pillen zu geben, wenn ich bedenke, was ich ihnen damit erspare. Nach dieser Erfahrung werde ich es nie wieder anders machen, als wie in diesem Jahr !!
Ich habe mich sehr skeptisch auf dieses „Experiment“ eingelassen, denn ich habe noch nie einen Hund erlebt, der so panisch ist, wie unser Jerry. Und ich habe nicht geglaubt, dass es klappt. Ich habe aber auch geschworen, wenn DAS funktioniert, werde ich es in alle Richtungen weitergeben.
Das habe ich hiermit getan.
Ich rufe regelrecht auf, es damit zu probieren ( Wer extrem ängstliche Hunde hat, kann es z.B. bei starkem Gewitter mal testen, um erste Erfahrungen damit zu machen). Aber ich mahne gleichzeitig und abschließend noch mal zu umsichtigen Umgang damit -es ist kein Heilmittel, Angst kann man nicht heilen, das kann man nur therapieren ! Und ein bisschen Angst kann ein Tier auch mal ertragen, also nicht zu jeder Gelegenheit zu den Dingern greifen…